Jeder kennt sie und die meisten Menschen hassen sie: nervige Layer und PopUps, die sich öffnen, über den eigentlichen Inhalt der Webseite legen und den Benutzer mit Werbung nerven. Aber schlimmer geht es immer! In den letzten Jahren wurden zahlreiche Layer Varianten entwickelt, die die Werbewirksamkeit der Layer erhöhen sollten. In Wirklichkeit erhöhen diese meist jedoch nur die Wut des Benutzers. Da gibt es fiese Varianten, die sich erst nach 3 Sekunden schließen lassen und noch schlimmer, manche öffnen beim Schließen des Layers ein neues Fenster, in dem die Homepage des Werbepartners geladen wird.
Woher kommen denn diese Layer und PopUps eigentlich?
Im Internet gibt es viele Websites, die sich sehr schlecht traditionell, zum Beispiel mit Google AdSense (externer Link), vermarkten lassen. Als Beispiel lassen sich Warez oder Torrent Seiten anbringen. Solche und ähnliche Seiten finden aufgrund von illegalen Inhalten selten gute Werbepartner.
Da die Webmaster nicht auf hohe Werbeeinnahmen verzichten wollen benutzt man alternative Vermarktungsmöglichkeiten wie Layer oder PopUp Werbung.
Die Mehrzahl der Layer tauchte erst nach dem großen Affiliate Boom in Deutschland auf. Die meisten Layer Werbenetzwerke bedienen sich eines kleinen Tricks, um große Gewinne zu erwirtschaften, von denen die meisten Webmaster nur träumen können. Die Werbenetzwerke betreiben so genanntes „Cookie Stuffing„.
Affiliate funktioniert so: der Webmaster blendet einen Banner auf seiner Seite ein, ein Besucher klickt auf den Banner und landet auf der Webseite des Werbekunden. Zum Beispiel Conrad. Dem Besucher wird dann ein Cookie angehängt. Ein Cookie ist eine kleine Datei auf dem Rechner des Benutzers, über die man identifizieren kann, wann der Benutzer den Conrad Shop besucht hat. Kauft der Benutzer jetzt etwas im Conrad Shop wird über den Cookie festgestellt, dass der Besucher von der Webseite xyz kam. Dem Besitzer der Website wird dann auf seinem virtuellen Konto in einem Affiliate Netzwerk eine Provision gut geschrieben.
Layer Werbung nutzt dies geschickt aus: in jedem Layer wird die Webseite des Werbekunden geöffnet und ein Cookie auf dem Rechner des Benutzers gesetzt. Der Benutzer schließt die Werbung in den meisten Fällen sofort, ohne der Website des Werbekunden Aufmerksamkeit zu schenken.
Viele Web User besuchen große Shops auch ohne Einflussnahme der Layer Werbung, weil Sie sich für den Conrad Newsletter angemeldet haben, oder ähnliches. Kommt der Besucher jetzt in den Shop und kauft einen Artikel wird dem Besitzer des Layer Werbenetzwerk auf seinem Affiliate Konto die Provision gut geschrieben, weil der Benutzer ein Cookie von der Website des Layer Anbieters erhalten hat (durch den angezeigten Layer auf irgendeiner Website).
Eine andere Möglichkeit mit Layern viel Geld zu verdienen wendet Sponsorads (externer Link) an: es wird sehr klickstarke Werbung von Internet Abzocken eingeblendet. Ein Beispiel dafür ist Lebensprognose. In dem Layer wird dabei mit Slogans wie „Finde ehraus wie alt du wirst!“ geworben. Auf der Seite füllt man ein Formular aus und es entstehen Kosten auf die man vorher nicht explizit hingewiesen wurde.
Und wieso ist der Horror bald zu Ende?
Immer mehr Affiliate Netzwerken und Werbekunden stößt der Missbrauch des Cookie Stuffing auf. Inzwischen werden von vielen Werbekunden die Layer Netzwerke nicht mehr als Partner angenommen. Dies und der Rückgang der Internet Abzocken nimmt vielen Layer Werbenetzwerken zunehmend die finanzielle Grundlage.
Auch wenn es noch ein sehr langer Weg ist – in Zukunft dürfte man immer weniger von Layern oder PopUps belästigt werden
.
Als Webmaster sollte man auf die Vermarktung mit Layern dringend verzichten. Es ist erwiesen, dass die Mehrzahl aller Web Nutzer Layer und PopUps sehr abstoßend finden. Auch wenn Vergütungen von 5-8€ TKP sehr verlockend erscheinen können reguläre Banner oder andere Vermarktungsmöglichkeiten viel höhere Umsätze erzeugen.

hrhr, sowas ähnliches habe ich vor 6 jahren oder so mal gemacht – mit ebay. kleinen unsichtbaren iframe auf meine seo-trash-seiten. gab gute 600 euro pro monat.
Ja also da kann man, gerade mit Black Hat Methoden, eine Menge Geld machen! Am besten pro Besucher einfach 20 Cookies setzen o.ä.
. Wobei man in letzter Zeit immer weniger damit verdient, weil es soviele Leute machen und damit die Cookies schnell überschrieben werden…
Somehow i missed the point. Probably lost in translation
Anyway … nice blog to visit.
cheers, Herniation.
Lieber einen Layer der mid. 3 Stunden nicht mehr kommt als ein Banner das mich mit seinem Blinken Permanent beim lesen einer Webseite stört.
PS; Die Leute die Layer „Hassen“ sind ne Randgruppe.
Gruss von einem der seine Familie davon ernährt.
http://www.internetworld.de/Nachrichten/Zahlen-Studien/Mehr-Akzeptanz-fuer-Over-Content-Ads
Also ich finde diese Layerwerbung so lange sie nicht übertrieben ist eigentlich nicht störend.
Im gegenteil. Lieber klicke ich einen Layer weg bevor ich tausende Banner auf der Seite angezeigt bekomme. Die meisten Layer werden auf der jeweiligen Seite alle 3 stunden neu eingeblendet.
Von irgend etwas muss der kleine Seitenbetreiber ja auch leben. Und wenn es nur die kosten für webspace und domain sind.