Affiliate ist die im Marketing übliche Bezeichnung für Empfehlungsmarketing. Affiliate Marketing ist angeblich auf einer Party entstanden. Dabei soll eine junge Frau den Amazon Gründer Jeff Bezos gefragt haben, ob sie auf ihrer Website thematisch passende Bücher für eine Provision zum Verkauf anbieten dürfe.
Inzwischen ist Affiliate nicht mehr aus dem Online Marketing wegzudenken – die meisten erfolgreichen Firmen betreiben Affiliate Marketing. Unter anderem Amazon, eBay, die Telekom und viele mehr.
Das Prinzip von Affiliate ist einfach: man gibt freien Verkäufern (den so genannten Affiliates, Affiliate Partnern oder Publishern) eine Provision auf jeden durch sie vermittelten Verkauf (oder eine andere Aktion wie die Registrierung für ein Gewinnspiel).
Ein Beispiel am Partnerprogramm von Amazon: ein Autor betreibt einen Blog, in dem er Bücher zum Thema Biologie vorstellt. In jedem Beitrag setzt der Autor seinen Partnerlink zu Amazon, der Besucher kann über diesen Link direkt das Buch kaufen. Kauft nun ein Besucher des Blogs das Buch über den Partnerlink des Autors, so erhält dieser eine gewisse Provision (die derzeitige Provision von Amazon beträgt 5% auf den Verkaufspreis).
Der Partnerlink dient dabei dazu den Affiliate, der den Käufer vermittelt hat, zu identifizieren. Beim Amazon Partnerprogramm kann man sich übrigens hier (kein Werbelink) anmelden.
Die wenigsten Unternehmen besitzen ein eigenes Affiliate Programm. Es ist weithin verbreitet, sein Partnerprogramm über eine oder mehrere der bekannten Affiliate Plattformen (siehe Liste der wichtigsten Affiliate Plattformen) zu betreiben. Dabei fallen jedoch hohe Kosten im Bereich von 20-40% auf die Provision an. Das heißt, wenn ein Anbieter in seinem Partnerprogramm 1 Euro Provision für den Affiliate anbietet, zahlt er in Wirklichkeit 1,20 Euro bis 1,40 Euro.
Im Affiliate Marketing gibt es mehrere Abrechnungsarten. Wobei „Lead“ und „Sale“ die gebräuchlichsten sind. Lead (Englisch für „führen“) bezeichnet eine Aktion des Besuchers auf der Website des Werbetreibenden (zum Beispiel eine Anmeldung in einem Forum oder für einen Newsletter). Ein Sale (Englisch für „Verkauf“) hingegen ist der Verkauf eines Produkts (Kleidung, Computer, alles was man eben kaufen kann). Leads werden meist fest vergütet, Sales hingegen auf prozentualer Beteiligungsbasis.
